Hausarztpraxis am Romanplatz · München-Neuhausen/Nymphenburg

Natriummangel (Hyponatriämie): Symptome, Ursachen, was tun – ab wann gefährlich?

Hyponatriämie bedeutet: Serum-Na (Na⁺) ist zu niedrig. Häufige Auslöser sind Diuretika, Durchfall/Erbrechen, starkes Schwitzen oder eine hohe Trinkmenge ohne passende Elektrolytzufuhr. Typisch sind Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerz, Schwindel und Muskelkrämpfe – bei stärkeren Abfällen auch Verwirrtheit, Gangunsicherheit oder Krampfanfälle.

Ab wann gefährlich? Faustregel: Na <130 mmol/l oder neurologische Symptome (Verwirrtheit, starke Benommenheit, Krampf) → zeitnah ärztlich abklären. Entscheidend sind immer Beschwerden, Verlauf und Ursache.

Romanplatz 9, 80639 München – Hausarzt nahe Neuhausen & Nymphenburg.

Hyponatriämie: Symptome, Ursachen und Einordnung des Serum-Na (Na⁺)
Serum-Na einordnen: Symptome, Ursachen, Verlauf & nächste Schritte.

Natriummangel Symptome: typische Beschwerden und Warnzeichen

Häufig Müdigkeit · Übelkeit · Kopfschmerz · Schwindel
Muskeln/Nerven Krämpfe · Schwäche · Unruhe · Konzentrationsstörung
Warnzeichen Verwirrtheit · Gangunsicherheit · Krampf · Bewusstseinsstörung

Viele Suchanfragen nach „Salzmangel Symptome“ meinen eine Hyponatriämie. Beschwerden sind oft unspezifisch – das Muster zählt: neu, häufiger, zunehmend, plus mögliche Auslöser (Diuretika, Magen-Darm, viel Flüssigkeit, Hitze/Sport).

Red Flags: neu auftretende Verwirrtheit, starke Benommenheit, Krampfanfälle, deutliche Sturzneigung, anhaltendes Erbrechen oder schwere Schwäche → sofort ärztlich abklären.
Merksatz: Laborwerte nie isoliert betrachten. Wichtig sind Symptome + Verlauf + Ursache. Hilfreich zur Einordnung anderer Blutwerte: BB Blutwert: Tabelle & Abkürzungen.

Na-Blutwert: Tabelle, Normbereich und „ab wann kritisch?“

Der Laborwert heißt meist Serum-Na (mmol/l). Referenzen sind laborabhängig; als Orientierung gilt häufig: 135–145 im Normbereich. Entscheidend sind Verlauf und Beschwerden – nicht nur eine einzelne Zahl.

Bereich Serum-Na (mmol/l) Einordnung (praxisnah)
Normal 135–145 Meist unauffällig – Kontext & Verlauf bleiben wichtig.
Leicht erniedrigt 130–134 Auslöser prüfen, Verlauf kontrollieren (v. a. bei Symptomen/Medikation).
Relevant 125–129 Zeitnahe Abklärung sinnvoll – besonders im Alter oder unter Diuretika.
Potenziell gefährlich <125 Dringliche ärztliche Einschätzung – je nach Klinik Notfall.
Wichtig: Der Wert sollte nicht „auf eigene Faust schnell hochgezogen“ werden. Eine zu schnelle Korrektur kann gefährlich sein – Vorgehen gehört in ärztliche Hände.

Elektrolyte im Zusammenhang: Kalium · Magnesium

Mini-Check: Natrium 134 – was bedeutet das?

Natrium 134 mmol/l ist häufig nur leicht erniedrigt. Typisch: Ursachen prüfen (Trinkmenge, Magen-Darm, Medikamente), dann Verlaufskontrolle – besonders bei Beschwerden.

Mini-Check: Natrium 130 – was bedeutet das?

Natrium 130 mmol/l liegt näher am relevanten Bereich. Spätestens hier lohnt eine zeitnahe Einordnung – vor allem bei Schwindel, Stürzen, Verwirrtheit oder Diuretika.

Warum der einzelne Wert manchmal „nicht passt“

Messzeitpunkt (z. B. direkt nach sehr hoher Trinkmenge), akute Infekte und Medikamente können Werte verschieben. Darum: Verlauf + Beschwerden + Ursache sind entscheidend.

Wenn Labor-Abkürzungen verwirren: BB Blutwert.

Natriummangel Ursachen: die häufigsten Auslöser im Praxisalltag

A) Verdünnung (viel „freies Wasser“)

Bei sehr hoher Trinkmenge (Wasser/Tee) kann sich der Serum-Wert „verdünnen“ – besonders, wenn wenig Elektrolyte zugeführt werden oder ADH-Mechanismen greifen.

  • sehr hohe Trinkmenge ohne passende Elektrolyte
  • „viel trinken“ aus Gewohnheit (v. a. im Winter)
  • Stress/Schmerz/Übelkeit können ADH triggern (selten: SIADH)

B) Verluste (Magen-Darm / Schwitzen)

Durchfall/Erbrechen oder starkes Schwitzen führen zu Verlusten. Kritischer wird es bei längerem Verlauf, älteren Menschen oder wenn gleichzeitig wenig gegessen wird.

  • Durchfall, Erbrechen
  • Sport/Hitze/Sauna
  • Fieber/Infekte

C) Medikamente (sehr häufig!)

Ein Medikationscheck ist oft der schnellste Treffer.

  • Diuretika (Entwässerung)
  • einige Antidepressiva/Antiepileptika (präparatabhängig)
  • Abführmittel (Verluste)
Bitte nicht: Medikamente eigenständig absetzen. Immer ärztlich besprechen.

D) Erkrankungen / Volumenverschiebungen

  • Nierenfunktionsstörungen
  • Herzinsuffizienz / Lebererkrankungen
  • endokrine Ursachen (seltener)
Einordnung: Therapie ist je nach Ursache komplett unterschiedlich. Darum: Ursache zuerst, dann Maßnahmen.

Was tun bei Natriummangel?

Statt „blind behandeln“ hilft ein klarer Ablauf:

1) Symptome prüfenSchwindel? Übelkeit? Verwirrtheit? Stürze?
2) Auslöser findenTrinkmenge, Magen-Darm, Sport/Hitze, Medikamente
3) Labor einordnenSerum-Na, K⁺, Nierenwerte, ggf. Glukose
4) Plan festlegenindividuell: Flüssigkeit, Ernährung, Medikation, Kontrollen
Wichtig: Bei Na <130, neurologischen Symptomen oder deutlicher Schwäche/Stürzen bitte zeitnah ärztlich.

München: Labor / Blutbild · Diagnostik & Medikationscheck · Check-up

Was essen bei Natriummangel?

Die Antwort hängt von der Ursache ab (Verlust vs. Verdünnung vs. Medikamente):

  • Bei Verlusten: Elektrolyte gezielt auffüllen (ärztlich abgestimmt).
  • Bei Verdünnung: Trinkmenge sinnvoll steuern – „mehr trinken“ ist nicht immer richtig.
  • Bei Diuretika: oft ist der Medikationscheck der wichtigste Hebel.
Oft sehr salzreich (bewusst dosieren)Meist naturbelassen (Basis)
Fertigprodukte, Instant-Suppen, Sojasauce, Wurstwaren, Chips/Salzgebäck, Käse (je nach Sorte) Frisches Obst/Gemüse, Reis, Kartoffeln, naturbelassene Lebensmittel, ungesalzene Nüsse
Praxis-Hinweis: „Mehr Salz“ ist nicht automatisch richtig – entscheidend ist der Mechanismus (Verlust vs. Verdünnung).

Praktischer Kontext: Mineralwasser-Test

Was trinken bei Hyponatriämie – und kann „zu viel trinken“ schaden?

Bei Verdünnung kann eine sehr hohe Trinkmenge den Wert weiter drücken. Bei echten Verlusten (Durchfall/Sport) kann gezielter Elektrolytausgleich sinnvoll sein – das Vorgehen hängt von Ursache und Klinik ab.

  • Verdünnung: Trinkstrategie anpassen (ärztlich, je nach Situation).
  • Verlust: Elektrolyte gezielt ersetzen (z. B. bei Magen-Darm/Sport).
  • Unsicherheit: lieber Blutwert + Verlauf klären statt Selbstexperimente.
Salztabletten? Bitte nicht pauschal. Sie können in Einzelfällen sinnvoll sein – aber nur nach Diagnose/Plan.
Flüssigkeit und Elektrolyte: Mineralwasser, Tee, Wasser – sinnvoll steuern bei Hyponatriämie
Flüssigkeit & Elektrolyte: individuell steuern statt pauschal „mehr trinken“.

Natriummangel im Alter: Stürze, Müdigkeit, Verwirrtheit

Im Alter sehen wir Hyponatriämie häufiger – oft durch Diuretika, Begleiterkrankungen und geringere Reserve. Dann stehen nicht immer Übelkeit/Kopfschmerz im Vordergrund, sondern Schwindel, Gangunsicherheit, Stürze oder kognitive Schwankungen.

Praxis-Tipp: Bei neuen Stürzen oder Verwirrtheit lohnt ein Elektrolyt-Check (Serum-Na/K⁺) fast immer – besonders unter Entwässerungsmedikation.

Natrium zu hoch (Hypernatriämie): Abgrenzung & Symptome

Die Gegenseite ist „zu hoch“ – häufig durch Dehydratation (zu wenig trinken) oder starke Verluste ohne ausreichende Zufuhr. Typisch sind Durst, trockene Schleimhäute, Unruhe; schwer: neurologische Symptome.

  • Ursachen: Flüssigkeitsmangel, Verluste, eingeschränkte Nierenfunktion
  • Symptome: Durst, trockene Schleimhäute, Unruhe
  • Risiko: besonders bei älteren Menschen/Pflegebedürftigen
Merke: „zu niedrig“ und „zu hoch“ sind unterschiedliche Situationen – die Therapie ist jeweils anders.

Kurzvergleich

AspektZu niedrigZu hoch
MechanismusVerdünnung / Verluste / MedikamenteDehydratation / Flüssigkeitsmangel
LeitsymptomeMüdigkeit, Übelkeit, Schwindel, VerwirrtheitDurst, trocken, Unruhe
Erster SchrittUrsache klären, überwacht korrigierenFlüssigkeit steuern, Ursache prüfen

Diagnostik beim Hausarzt: was wir prüfen

1) Labor

  • Serum-Na + Verlauf
  • K⁺, Glukose
  • Nierenwerte (eGFR/Kreatinin)

Laborpaket: Blutbild / Labordiagnostik

2) Klinik & Volumenstatus

  • Schwindel? Stürze? Verwirrtheit?
  • Blutdruck, Puls, Hydration
  • Magen-Darm, Sport/Hitze, Trinkmenge

3) Medikationscheck

  • Diuretika (häufigster Trigger)
  • weitere Präparate mit Einfluss
  • Plan + Kontrollen

Mehr dazu: Diagnostik & Medikationscheck

Praxis-Realität: Viele leichte Fälle lassen sich über Ursache + Verlaufskontrolle lösen. Kritisch wird es bei neurologischen Symptomen oder deutlich niedrigen Werten – dann braucht es zügige Abklärung und Überwachung.

FAQ

Welche Natriummangel Symptome sind typisch?

Häufig: Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerz, Schwindel, Krämpfe. Warnzeichen: Verwirrtheit, Gangunsicherheit, Krampf – dann bitte zügig ärztlich abklären.

Ab wann ist Na zu niedrig gefährlich?

Orientierung: Na <130 oder neurologische Symptome → zeitnah abklären. Entscheidend sind Verlauf, Ursache und Klinik.

Was essen bei Natriummangel?

Ursache entscheidet: Bei Verlusten kann gezielter Elektrolytausgleich nötig sein; bei Verdünnung ist „extrem salzen“ meist nicht die Lösung. Ärztliche Einordnung ist sinnvoll.

Kann zu viel Wasser den Wert senken?

Ja, bei Verdünnung kann sehr viel „freies Wasser“ den Serum-Wert drücken – besonders, wenn wenig Elektrolyte zugeführt werden oder ADH-Mechanismen wirken.

Salztabletten bei Natriummangel – sinnvoll?

Nicht pauschal. Sie können in Einzelfällen sinnvoll sein, aber nur nach Diagnose/Plan – Selbsttherapie ist riskant.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine individuelle Diagnose. Bei Verwirrtheit, Krampfanfällen, starken Beschwerden oder sehr niedrigen Werten bitte umgehend ärztlich abklären lassen.

Wert auffällig? Wir ordnen das sicher ein.

Labor, Medikationscheck und klare nächste Schritte – in der Hausarztpraxis am Romanplatz (München).

Romanplatz 9 (Rückgebäude) · gut erreichbar aus Neuhausen & München-Nymphenburg.

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