Hausarztpraxis am Romanplatz

Kalium zu niedrig (Hypokaliämie): Was tun bei Kaliummangel?

Nach der ersten Nennung sprechen wir von K⁺: Das Elektrolyt hält Nerven, Muskeln und den Herzrhythmus stabil. Hier erfahren Sie, was Hypokaliämie ist, ab wann sie gefährlich wird (mmol/l), welche Ursachen typisch sind, welche Symptome auftreten – und wie die Behandlung abläuft.

Hypokaliämie: Ursachen und Behandlung – Illustration mit Labor und Therapiepfad
Neues Hero-Foto: Ursachen & Behandlung der Hypokaliämie.

Hypokaliämie – was ist das?

Hypokaliämie bedeutet, dass der K⁺-Serumspiegel unter den Referenzbereich fällt. Dadurch ändert sich die Erregbarkeit von Nerven- und Muskelzellen; besonders sensibel reagiert der Herzrhythmus. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen: Verluste, verminderte Aufnahme, intrazelluläre Verschiebung, Begleiterkrankungen.

Hypokaliämie: ab wann gefährlich (mmol/l)?

Die meisten Labore geben 3,5–5,0 mmol/l als Referenz an. Kritisch sind deutliche Absenkungen oder Beschwerden.

  • Warnzeichen: K⁺ < 3,0 mmol/l, neue Rhythmusstörungen, ausgeprägte Muskelschwäche – sofort abklären
  • Messfehler vermeiden: kurze Stauzeit, nicht „pumpen“, ggf. erneute Abnahme – Präanalytik
  • Vor Therapie-Entscheidungen immer verlässlich messen – Werte prüfen
Blutröhrchen für Kalium-Laborwert: Hypokaliämie sicher messen
Bild ersetzt: Blutröhrchen – Hypokaliämie sicher messen.

Hypokaliämie: Ursachen

Die „Big Four“: gastrointestinale Verluste, renale Verluste, intrazelluläre Verschiebung, geringe Zufuhr. Häufig kombiniert – strukturierte Abklärung lohnt sich.

  • GI-Verluste: Durchfall, Erbrechen, Laxantien – Anamnese
  • Renale Verluste: Schleifen-/Thiazid-Diuretika, Hyperaldosteronismus – Medikationen prüfen
  • Verschiebung nach intrazellulär: Insulin-Bolus, Beta-2-Mimetika – metabolische Effekte
  • Zu geringe Zufuhr / Mangelernährung – Vitamin-Check
  • Magnesium-Mangel (häufig übersehen) – Magnesium

Hypokaliämie: Symptome

Ausmaß und Tempo bestimmen die Klinik. Typisch: Müdigkeit, Muskelschwäche, Krämpfe; bei stärkerem Defizit drohen Reizleitungsstörungen.

  • Allgemein: Müdigkeit, Leistungsknick, Konzentrationsminderung
  • Muskeln: Schwäche, Krämpfe, Parästhesien
  • Darm: Obstipation, Meteorismus
  • Herz: Palpitationen, Rhythmusstörungen (siehe unten) – EKG
  • Bei starker Symptomatik bitte zeitnah vorstellen – Termin
Symptome bei Kaliummangel: Muskelschwäche und Krämpfe
Neues Bild für den Symptom-Abschnitt.

Hypokaliämie & Herz

K⁺-Absenkung kann die kardiale Erregungsleitung beeinflussen. Bei Palpitationen, Schwindel oder Brustenge: EKG + Labor. Je nach Befund erfolgt engmaschiges Monitoring, ggf. stationäre Abklärung.

Kaliummangel – was tun (Erste Schritte)?

Ruhe reinbringen, messen, Ursachen sortieren. Ohne Labor droht Fehltherapie.

  • Labor (inkl. Mg²⁺), ggf. EKG – Blutbild
  • Auslöser identifizieren (GI, Medikamente, Insulin-Effekte) – Gesundheitscheck
  • Substitution dosiert beginnen, Verlauf kontrollieren – Kontrolle
  • Ernährung anpassen (siehe unten), realistische Ziele vereinbaren – Kalium – Überblick

Hypokaliämie: Behandlung

Therapie nach Ursache und Schweregrad – Ziel: stabiler Spiegel ohne Hyperkaliämie. Kombination aus Substitution, Ernährung, Mg-Korrektur und Medikations-Feintuning.

  • Leichte Fälle: orale Substitution + Kost, enges Monitoring – Ambulant
  • Ausgeprägte Fälle/Herzbefund: stationäre Abklärung erwägen – Sicherheit
  • Mg-Mangel immer mitbehandeln – Magnesium
  • Auslöser abstellen (z. B. Laxantien, Diuretika-Regime) – Medikationscheck

Keine Eigenmedikation ohne Messung – falsch dosiert droht Hyperkaliämie.

Behandlung eines Kaliummangels: Ernährung, Substitution und Kontrolle
Neues Bild: Behandlungspfade bei Hypokaliämie.

Ernährung bei Kaliummangel: was essen?

Als grober Orientierungsbereich gelten 3.500–4.700 mg K⁺ pro Tag für Erwachsene. Pflanzenbetonte Kost deckt das meist ab. Schonendes Garen erhält den Gehalt; bei dokumentiertem Defizit kann eine gezielte Anreicherung sinnvoll sein.

Medikamente & Wechselwirkungen

Viele Substanzen beeinflussen K⁺. Relevantes: Diuretika (senken), Insulin-Bolus/Beta-2-Mimetika (Shift), Laxantien (Verlust). ACE-Hemmer/ARB und kaliumsparende Diuretika erhöhen eher – für den Gesamtplan wichtig.

  • Schleifen-/Thiazid-Diuretika → Verlust – Therapie anpassen
  • Insulin-Bolus, Beta-2-Mimetika → Verschiebung – metabolische Effekte
  • Laxantien → GI-Verlust; Indikation prüfen – Medikationscheck
  • ACE/ARB/Kaliumsparer → eher Erhöhung; Gesamtplan beachten – Kalium – Überblick

FAQ – Häufige Fragen zu Kaliummangel

Welche Ursachen sind am häufigsten?

Gastrointestinale Verluste, Diuretika, Insulin-Shift und Magnesiummangel; seltener endokrin (Hyperaldosteronismus) oder seltene Tubulopathien.

Welche Symptome sprechen für Hypokaliämie?

Müdigkeit, Muskelschwäche, Krämpfe, Palpitationen; manchmal Obstipation und Parästhesien. Bei Herzbeschwerden bitte EKG.

Ab wann ist Kalium zu niedrig gefährlich?

Als kritisch gelten Werte < 3,0 mmol/l oder niedrige Werte mit EKG-Veränderungen/neurologischen Zeichen.

Was kann ich sofort tun?

Ruhig bleiben, trinken nach Durst, Labor & EKG veranlassen, ursachenbezogen handeln – keine Selbstmedikation ohne Messung.

Hilft Ernährung alleine?

Bei leichten Defiziten ja; oft kombiniert mit Substitution und Mg-Korrektur. Wichtig sind Verlaufskontrollen.

Wie oft kontrollieren?

Nach Beginn der Therapie zeitnah; stabil anschließend im Rahmen des Gesundheitschecks oder bei Medikamentenwechseln.

Warum ist Magnesium so wichtig?

Mg stabilisiert die Erregbarkeit und reduziert renale Verluste – ohne Mg-Korrektur bleibt der Mangel oft bestehen.

Kann Sport den Mangel verschlimmern?

Intensive Belastung mit starkem Schwitzen kann den Bedarf erhöhen. Bei Symptomen Trainingspause und ärztliche Rücksprache.

Welche Rolle spielt der pH?

pH-Verschiebungen beeinflussen die Verteilung zwischen intra- und extrazellulär (z. B. Alkalose – K⁺ sinkt extrazellulär).

Gibt es „verbotene“ Lebensmittel?

Nein – es geht um sinnvolle Portionen und gleichmäßige Verteilung über den Tag; Kochmethode je Ziel anpassen.

Labor & Sprechstunde

Wir klären Ursachen, prüfen Werte mit EKG/Labor und planen die nächsten Schritte – verständlich und alltagsnah. Bei Bedarf binden wir Natrium, Magnesium, Calcium sowie Vitamine systematisch ein.

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