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C-reaktives Protein (CRP): Entzündungswerte und Blutwerte im Blutbild
CRP und der CRP-Wert, auch bekannt als c-reaktives Protein, sind wichtige Entzündungswerte, die auf eine Entzündung hinweisen können.
Entzündungswerte im Blut – häufig auch als Entzündungsparameter bezeichnet – sind ein zentraler Bestandteil der medizinischen Blutuntersuchung. Sie dienen dazu, bakterien oder andere Krankheitserreger wie Viren frühzeitig zu erkennen, chronischen Entzündungen auf die Spur zu kommen und den Verlauf von Erkrankungen zu überwachen. Besonders wichtig ist dabei das sogenanntenC-reaktives Protein CRP (auch Protein CRP genannt), das als Eiweiß bei Entzündungen im Körper gebildet wird.
Die Bedeutung von c-reaktives Protein (CRP) im Blutbild: Häufige Symptome und warum es so wichtig ist
Die Bedeutung dieser Parameter liegt darin, erhöhte Werte von Entzündungswerten schnell zu identifizieren und gegebenenfalls Medikamente (z. B. Antibiotika) einzusetzen. Ein niedriger Wert hingegen kann auf einen weniger ausgeprägten Entzündungsprozess oder andere Ursachen hindeuten. Zudem können Erkrankungen wie Morbus Crohn, rheumatoide Arthritis, Krebs oder eine akute Blinddarmentzündung erkannt oder ausgeschlossen werden.
In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten entzündlichen Erkrankungen, die Rolle verschiedener Zellen und Blutzellen, die Bedeutung von erhöhte Werte in Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zeigen, wie eine Ärztin bzw. ein Facharzt die richtigen Schlüsse aus den Laborergebnissen ziehen kann. Wir gehen außerdem darauf ein, wie die unterschiedlichen Tests durchgeführt werden, welche Referenzwerte oder Normwerte (im Normbereich) gelten und warum eine frühzeitig angesetzte Behandlung oft entscheidend ist.
Stand: Dieser Überblick berücksichtigt den aktuellen Wissensstand aus dem Jahr 2024.
CRP-Wert im Blutbild: Warum c-reaktives Protein so wichtig ist?
Entzündungswerte im Überblick
Unter Entzündungswerte versteht man spezielle Parameter, die im Rahmen einer Blutabnahme gemessen werden. Zu den bekanntesten Entzündungsparametern zählen:
- C-reaktives Protein CRP (ein Eiweiß, das in der Leber produziert wird)
- BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
- Leukozyten (insbesondere weißen Blutkörperchen Leukozyten, zu denen auch die Granulozyten gehören)
- Procalcitonin (wird hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt)
Diese Werte geben Auskunft über das Vorliegen und die Bedeutung einer Entzündung im Körper. Bei bakterien-bedingten Infektionen steigen manche Werte (z. B. das CRP) besonders schnell an.
Rolle von Zellen und Blutbestandteilen
Das Blut setzt sich aus verschiedenen Blutbestandteile zusammen: rote Blutkörperchen (auch Erythrozyten oder Blutkörperchen Erythrozyten genannt), weißen Blutkörperchen Leukozyten, Blutplättchen Thrombozyten und dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin.
- Rote Blutkörperchen Erythrozyten transportieren den Sauerstoff.
- Weißen Blutkörperchen Leukozyten (z. B. Granulozyten, Neutrophile) sind für die Abwehr von Krankheitserregern und Entzündungen zuständig.
- Thrombozyten sind wichtig für die Blutgerinnung.
- Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der den Sauerstoff bindet.
Veränderte oder erniedrigter Werte können auf Anämie (umgangssprachlich Blutarmut) oder andere Störungen im Knochenmark hindeuten. Die Bedeutung dieser Werte zeigt sich vor allem bei der Diagnostik von Tumoren, Krebserkrankung, rheumatoide Arthritis und weiteren entzündlichen Erkrankungen.
CRP-Wert erhöht? Ursachen für einen großen Anstieg der Entzündungswerte und Blutwerte im Blut?
Grundsätzlich können Erwachsenen, Männern und Frauen gleichermaßen erhöhte bzw. niedrige Werte aufweisen. Bei Verdacht auf Infektionen, Herzerkrankungen oder Nierenerkrankung sollten diese Parameteruntersucht werden. Obgleich Medikamente, Vitamin-Mangel oder Rauchen ebenfalls Einfluss auf die Entzündungswerte haben können, muss stets der individuelle Kontext der Entzündung berücksichtigt werden.
Blutwerte und Blutbild im Fokus: Wie der CRP (CRP-Wert) das C-reaktive Protein im Labor bestimmt
C-reaktives Protein (CRP)
Das C-reaktive Protein CRP ist einer der empfindlichsten Entzündungsparameter. Es wird in der Leber gebildet und reagiert auf Gewebeschäden, bakterielle-Infektionen oder chronischen Entzündungen. Gemessen wird CRP in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder pro Liter (mg/l, manchmal auch als mg pro lit bezeichnet). Erhöhte Werte können auf eine akute Infektion oder auf Morbus Crohn, Rheuma, Arthritis (z. B. rheumatoide Arthritis) und andere Entzündungen oder entzündlichen Erkrankungen hinweisen.
Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
Die Anzahl der weißen Blutkörperchen Leukozyten – insbesondere der Granulozyten – nimmt häufig bei bakteriellen Infektionen zu. Ein Differentialblutbild gibt genauer Aufschluss darüber, welche Unterformen der Leukozytenvermehrt oder vermindert sind.
Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)
Bei der Blutsenkung wird gemessen, wie schnell sich die roten Blutkörperchen in einer flüssigen Blutsäule absetzen. Erhöhte Werte der BSG deuten oft auf chronischen Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis hin.
Weitere relevante Werte
- Hämatokrit: Zeigt den prozentualen Anteil der roten Blutkörperchen am Blutvolumen.
- Blutfarbstoff Hämoglobin: Zentral für den Sauerstofftransport. Niedrige Werte weisen auf Blutarmut hin.
- Blutfettwerte (z. B. LDL-Cholesterin, andere Cholesterinwerte): Geben Hinweise auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Leberwerte (z. B. GPT, GOT) und Nierenwerte (z. B. Kreatinin, Harnstoff) zeigen, ob Organe geschädigt sind.
- Blutzuckerwert (z. B. Glukose in mg/dl oder mmol/l): Zur Diagnose von Diabetes relevant.
- Tumormarker (z. B. CEA) können auf eine Krebserkrankung oder Tumoren hindeuten, sind jedoch nicht immer spezifisch.
- Hormone (z. B. Schilddrüse-Werte T3, T4, TSH) lassen Rückschlüsse auf Störungen der Schilddrüse zu.
Methoden zur Bestimmung der Entzündungswerte
Traditionelle Labormethoden
n vielen Fällen wird die Blutprobe zunächst an ein Labor geschickt, wo folgende Untersuchungen durchgeführt werden:
- Immunoassays zur Bestimmung des C-reaktives Protein CRP
- BSG-Messung (in mm/h oder mm pro Zeiteinheit)
- Enzymatische Tests für Leberwerte, Nierenwerte und Blutfettwerte
- Analyse von Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten
- Tests für Blutzucker und Blutdruck-Kontrolle
Die Ergebnisse werden mit Referenzwerte (bzw. Normwerte) verglichen, um abweichende oder veränderte Werte zu erkennen. Je nach Zusammenhang kann die Ärztin oder der behandelnden Arzt weitere Diagnostik nötig machen, um den Verdacht auf bestimmte Krankheiten zu abgeklärt.
Schnelltest (Point-of-Care)
Der Schnelltest erlaubt eine direkte Bestimmung wichtiger Werte, etwa des CRP, in der Arztpraxis selbst. Das Ergebnis liegt meist innerhalb weniger Minuten vor. Gerade bei akuten Beschwerden wie Fieber oder starken Schmerzen kann so schnell eine Behandlung eingeleitet werden.
Molekulare Diagnostik
Moderne Methoden wie die PCR (Polymerase-Kettenreaktion) ermöglichen den Nachweis spezifischer Krankheitserreger. So kann gezielt entschieden werden, ob ein Antibiotikum eingesetzt wird. Auch Nierenerkrankung, Autoantikörper (wie bei Multiple Sklerose oder rheumatoide Arthritis) oder Veränderungen im Knochenmark lassen sich mit molekularen Techniken genauer unterscheiden.
Praktische Anwendung in der Arztpraxis
Ablauf der Blutabnahme und Interpretation
- Blutabnahme: Meist nüchtern, um Cholesterin– und Blutzuckerwert nicht zu verfälschen.
- Auswertung der Blutprobe im Labor oder per Schnelltest.
- Abgleich mit Normwerten in einer Tabelle oder elektronischem Abruf.
- Besprechung der Werte mit der/dem Patientinnen oder betroffenen Personen.
Anhand der Einzelnen Werte und Abkürzungen (CRP, BSG, etc.) wird der Zusammenhang erkannt, ob eine rheumatoide Erkrankung, eine krebserkrankung oder eine Infektion vorliegt. Auch der Einsatz von Antibiotika bei bakteriellen Infektionen oder speziellen Medikamenten bei chronischen Entzündungen kann so zielgerichtet behandeltwerden.
Wichtige Indikationen
- Herzschwäche (Nachweis von Troponin, BNP)
- Nierenfunktion (Kreatinin, Harnstoff, mmol/l)
- Leberwerte (zur Erkennung von Störungen der innerenOrgane)
- Diabetes-Abklärung (Blutzuckerwert in mg/dl oder mol/l)
- Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (zwei Darm-Erkrankungen)
- Rheuma wie rheumatoide Arthritis (Autoantikörper, BSG, CRP)
- Sepsis (umgangssprachlich Blutvergiftung)
Besondere Aspekte und häufige Fragen
Erniedrigter und erhöhter CRP-Wert
- Ein stark erniedrigter CRP-Wert hat meist keine schwerwiegende Bedeutung, kann aber auf ein falsch-positives Testergebnis hindeuten. Erhöhte Werte sind hingegen sehr aussagekräftig in Bezug auf entzündlichen Erkrankungen.
Normbereich und Grenzwerte
- Die Norm für CRP bewegt sich z. B. häufig im Bereich von unter 5 milligramm pro Deziliter mg (oder unter 5 mg pro Deziliter mg dl). Je nach Labor können allerdings unterschiedliche Grenzwerten gelten.
Therapie und Verlaufskontrolle
- Ob eine Behandlung gefährlich oder unbedenklich ist, hängt vom Verlauf der Erkrankung ab. Eine fortlaufende Kontrolle der Entzündungswerte ist wichtig, um den Effekt der Medikamente zu beobachten. Bei auffällig starkem Anstieg kann eine Operationen nötig sein (z. B. bei akuter Blinddarmentzündung).
Weitere Einflussfaktoren
- Alkohol
- Rauchen
- Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Steroide)
- Darm-Gesundheit (z. B. bei Morbus Crohn)
- Multiple Erkrankungen (z. B. Multiple Sklerose in Kombination mit anderen Autoimmunerkrankungen)
Fazit
Die Bedeutung von Entzündungswerten im Blut kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Eine frühzeitigdurchgeführte Blutuntersuchung liefert Hinweise auf bakterien-Infektionen, chronischen Entzündungen, Tumoren, eine mögliche krebserkrankung oder herzerkrankungen. Erhöhte Werte für das C-reaktives Protein CRP oder AbweichendeLeberwerte/Nierenwerte sind wichtige Warnsignale, die eine gezielte Therapie, z. B. mit Antibiotikumoder anderen Medikamenten, ermöglichen.
Ob bei Männern, Frauen oder Erwachsenen generell: entzündliche Erkrankungen können jeden treffen. Durch den Einsatz moderner Schnelltest-Verfahren und labordiagnostischer Verfahren (z. B. PCR) ist eine individuelle Therapieplanung möglich. So können ärztinnen und Ärzte (darunter auch Facharzt für innere Medizin) den Verlauffortwährend beobachten und behandelnd begleiten.
Wichtig: Dieser Text ersetzt nicht die Beratung durch eine Ärztin, sondern soll Aufschluss über Veränderungen im Blut geben, die bei einer Blutuntersuchung deutlich werden können. Sollten Beschwerden wie Fieber, Schmerzen oder andere Symptome auftreten, ist stets ein persönlicher Arztbesuch nötig.
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