CRP (C-reaktives Protein): Entzündungswerte im Blutbild – CRP-Wert, Blutwerte & Laborwerte erklärt
CRP (c-reaktives Protein), der CRP-Wert und weitere Entzündungswerte im Blutbild gehören zu den wichtigsten Blutwerten in der hausärztlichen Diagnostik. Gleich am Anfang des Inhalts: Was bedeutet ein erhöhter CRP-Wert? Welche Normwerte gelten? Wie unterscheiden sich Laborwerte wie BSG und Leukozyten? Und wann reicht ein POCT-Schnelltest, wann braucht es die Laboranalyse? Auf dieser Seite finden Sie Ursachen, Symptome, CRP-Tabelle (mg/l, mg/dl), Tests und Therapie – verständlich erklärt.

CRP (C-reaktives Protein) – Bedeutung im Blutbild & bei Entzündungswerten
Das c-reaktive Protein (CRP) ist ein Leber-Eiweiß, das bei Entzündung ansteigt. Es reagiert rasch auf Gewebeschäden oder Infektionen und ist damit ein empfindlicher Marker im Blutbild. Im Kontext mit Blutwerten wie Leukozyten, BSG, Temperatur und Beschwerden hilft der CRP-Wert zu entscheiden, ob z. B. eine bakterielle Ursache vorliegt und ob eine Antibiotikatherapie sinnvoll ist.
- Einheit: mg/l (häufig), seltener mg/dl
- Vorteil: schneller Anstieg/Abfall → gute Verlaufsbeurteilung
- Limitation: nicht ursachenspezifisch → klinischer Kontext nötig
Grundlagen zu Blutanalysen: Blutbild & Blutwerte · Medizinische Diagnostik

CRP-Wert & Normwerte (mg/l) – schnelle Orientierung
- CRP Normwert: häufig < 5 mg/l (laborabhängig)
- Leicht erhöht: 5–10 mg/l (milde Reizung/Infekt möglich)
- Moderat erhöht: 10–50 mg/l (häufig bakterielle Ursache)
- Deutlich erhöht: > 50 mg/l (ausgeprägte Entzündung/Komplikation erwägen)
Werte immer im Kontext interpretieren (Symptome, Blutbild, Leukozyten, BSG, Verlauf).
CRP erhöht: typische Ursachen, Symptome & Beispiele
- Akute Infektionen: Lunge, Harnwege, Haut/Weichteile, Gallenwege
- Chronische Entzündungen: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, rheumatoide Arthritis
- Herz-Kreislauf-Ereignisse: Myokardinfarkt (CRP im Verlauf ansteigend)
- Postoperativ/Trauma: erwartbarer Anstieg; Verlauf wichtig
- Selten: Tumorprogression/Metastasen
Konfundierende Faktoren: Rauchen, Adipositas, Medikamente (z. B. Steroide) können Entzündungswerte beeinflussen. Hintergrundwissen: RKI · DGE · PubMed: CRP & Kardiovaskuläres Risiko
Entzündungswerte im Überblick: CRP, BSG, Leukozyten (& Procalcitonin)
CRP – C-reaktives Protein
- Rasch reagierender Marker; Verlaufssteuerung
- Einheit: mg/l (seltener mg/dl)
Leukozyten (weiße Blutkörperchen)
- Gesamtzahl ↑ bei vielen bakteriellen Infekten
- Differentialblutbild zeigt Untergruppen (z. B. Neutrophile)
BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
- Träge, aber hilfreich bei chronischer Entzündung/Autoimmunität
Procalcitonin (PCT)
- Zusatzmarker bei schweren bakteriellen Infektionen/Sepsis
Mehr Details zum Blutbild: Blutwerte & Blutbild – Übersicht

Diagnostik der Entzündungswerte: Labor, POCT & molekulare Tests
- Labor: CRP, BSG, Leukozyten + Diff., ggf. Procalcitonin; Organe: Leber-/Nierenwerte, Blutfette, Glukose
- POCT: CRP-Schnelltest in der Praxis bei akuten Fragen (Fieber, Schmerzen)
- Molekular: PCR/Erregernachweis (gezielte Antibiotikatherapie)
Zur Abklärung und Verlaufsplanung: Medizinische Diagnostik (Hausarzt München)
CRP im Blutbild richtig interpretieren: Verlauf, Kontext & Differenzialdiagnosen
- Verlauf: Dynamik (Anstieg/Abfall) ist oft aussagekräftiger als Einzelwert
- Kontext: Symptome, Temperatur, Leukozyten, BSG, Organwerte
- Differenzialdiagnosen: Nicht alles ist Infektion – Autoimmun, postoperativ, Tumor, Ischämie
Merke: Ein erhöhter CRP-Wert ist ein Signal; die Ursache findet man mit guter Anamnese, Untersuchung und passenden Tests. Bei Bedarf vernetzen wir Sie rasch mit Fachkolleg:innen.
CRP-Wert senken – was hilft? (Therapie & Lebensstil)
- Ursachenbehandlung: Antibiotika nur bei gesicherter bakterieller Ursache; antiinflammatorische Therapie bei Autoimmunität
- Lebensstil: Rauchstopp, Bewegung, Schlaf, entzündungsarme Kost
- Mikronährstoffe: gezielt prüfen (z. B. Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure (B9), Zink)
- Begleiterkrankungen: GI-Entzündungen, rheumat. Erkrankungen, Diabetes, Dyslipidämie adressieren
Bei Anämie-Kontext lesen Sie ergänzend: Eisenmangel – Ursachen, Symptome & Behandlung
Externe Quellen (Follow-Links) – Leitlinien & Evidenz zu CRP & Entzündungswerten
Institutionen
Hintergrund
FAQ – CRP, CRP-Wert & Entzündungswerte im Blutbild
Was zeigt ein hoher CRP-Wert im Blut an?
Eine aktive Entzündung – oft durch Infektion, Entzündungsreaktion nach OP/Trauma oder chronische Erkrankung. Der Verlauf (steigend/fallend) ist entscheidend für die Interpretation.
Welche CRP-Normwerte gelten im Labor?
Häufig < 5 mg/l als Normwert (laborabhängig). Leichte Erhöhung 5–10 mg/l; 10–50 mg/l moderat; >50 mg/l deutlich erhöht.
Was ist aussagekräftiger – CRP oder BSG?
CRP reagiert schneller und eignet sich gut für Verläufe; BSG ist träge, aber hilfreich bei chronischer Aktivität (z. B. rheumatologische Erkrankungen).
Wann reicht ein CRP-Schnelltest (POCT)?
Bei akuten Fragen (Fieber/Husten/Schmerzen), wenn rasche Entscheidung nötig ist. Bei komplexen Fällen folgt die Laboranalyse.
Kann man den CRP-Wert selbst beeinflussen?
Vor allem durch die Ursachenbehandlung. Lebensstil (Rauchstopp, Bewegung, Ernährung) und Therapie der Grunderkrankung helfen, den CRP-Wert zu normalisieren.
CRP & Entzündungswerte im Blutbild – Abklärung in der Praxis am Romanplatz
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Praxisadresse: Romanplatz 9, 80639 München · Telefon: 089 / 170765