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Radiale Stoßwellentherapie: Hoffnung bei Morbus Dupuytren und anderen Bindegewebsverhärtungen
Die extrakorporale radiale Stoßwellentherapie (ESWT) stellt in der Handchirurgie eine revolutionäre, nicht-invasive Behandlungsoption dar, die insbesondere bei Morbus Dupuytren (Bindegewebsverhärtung der Hand) und anderen Handerkrankungen zum Einsatz kommt. Diese Erkrankung, die durch eine Bindegewebsverhärtung und Beugekontrakturen gekennzeichnet ist, kann tiefgreifende Auswirkungen auf die tägliche Lebensführung der Betroffenen haben. Alltägliche Aufgaben wie das Schreiben, das Halten von Gegenständen oder sogar das Anziehen können zu einer Herausforderung werden, was oft zu einem Gefühl der Hilflosigkeit führt.
Die hochenergetischen, fokussierten Stoßwellen der radialen Stoßwellentherapie bieten hier eine Hoffnung. Sie zielen darauf ab, Schmerzen signifikant zu lindern und die Beweglichkeit der Hand zu verbessern. Patienten, die unter der stetigen Zunahme der Beugekontraktur ihrer Finger litten, berichten oft von einer spürbaren Verbesserung ihrer Handfunktion nach der Behandlung. Dies kann eine Rückkehr zu normalen Aktivitäten und eine deutliche Steigerung der Lebensqualität bedeuten.
Ein konkretes Beispiel für die Wirksamkeit dieser Therapie ist die Behandlung von Morbus Dupuytren (Bindegewebsverhärtung Handsehen) im Frühstadium. Hier kann die radiale Stoßwellentherapie dazu beitragen, das Fortschreiten der Bindegewebsverhärtung und der Beugekontraktur zu verlangsamen oder sogar umzukehren, indem sie gezielt auf die betroffenen Bereiche des Bindegewebes einwirkt. Diese Form der Schmerzbehandlung und Beweglichkeitstherapie hat sich als eine wertvolle Alternative zu invasiven chirurgischen Eingriffen erwiesen, was den Patienten eine schmerzarme und effektive Lösung für ihre Handbeschwerden bietet.
Stoßwellentherapie: Grundlagen
Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine fortschrittliche, non-invasive Behandlungsmethode, die hochenergetische Schallwellen nutzt, um gezielt Erkrankungen des Bindegewebes, wie die durch Dupuytren-Kontraktur verursachte Beugekontraktur, zu behandeln. Diese spezialisierte Form der Stoßwellentherapie zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, ohne chirurgischen Eingriff direkt auf die betroffene Bindegewebsverhärtung einzuwirken. Die dabei eingesetzten Schallwellen entfalten eine entzündungshemmende Wirkung, die nicht nur Schmerzen lindert, sondern auch die Regeneration der Zellen fördert. Zusätzlich kann die ESWT in Kombination mit Methoden wie der elektrischen Nervenstimulation angewendet werden, um die therapeutischen Effekte zu verstärken und die Heilung zu beschleunigen. Durch diese synergetische Anwendung wird die Behandlungseffizienz gesteigert, indem sowohl die strukturellen als auch die funktionellen Aspekte der Erkrankung adressiert werden.
Arten der Stoßwellen:
- Radiale Stoßwellentherapie: Diese Art der Stoßwellentherapie wird am häufigsten zur Behandlung der Dupuytren Beugekontraktur eingesetzt. Sie verwendet Schallwellen, die in alle Richtungen strahlen.
- Fokussierte Stoßwellentherapie: Diese Art der Stoßwellentherapie wird mit einem fokussierten Schallkopf angewendet, um die Energie auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren. Sie wird in der Regel dann eingesetzt, wenn höhere Energien oder tieferliegendes Gewebe (maximale Eindringtiefe 3 cm) erreicht und behandelt werden muss.
Tieferer Einblick in die Bindegewebsverhärtung und Beugekontraktur der Finger:
Morbus Dupuytren ist eine Krankheit des Bindegewebes, die zu einer Bindegewebsverhärtung und Beugekontraktur der Finger führen kann. Dies kann die Handfunktion erheblich einschränken und die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigen.
In unserer Praxis setzen wir die extrakorporale Stoßwellentherapie ESWT ein, eine fortschrittliche, nicht-invasive Behandlungsmethode, die sich besonders bei der Behandlung von Morbus Dupuytren als effektiv erwiesen hat. Diese Methode nutzt hochenergetische Stoßwellen, um die Bindegewebsverhärtung zu lösen und die Beweglichkeit der Finger zu verbessern.
Ein konkretes Beispiel für die Anwendung der radialen Stoßwellentherapie bei einer Bindegewebsverhärtung der Handsehnen (Morbus Dupuytren) ist der Fall eines Patienten, der unter einer starken Beugekontraktur im Ringfinger litt. Durch die regelmäßige Anwendung der radialen Stoßwellentherapie konnte die Bindegewebsverhärtung deutlich reduziert werden. Dies führte zu einer spürbaren Schmerzlinderung und einer signifikanten Verbesserung der Beweglichkeit des Fingers. Vor der Behandlung war der Patient kaum in der Lage, seinen Ringfinger zu strecken. Nach mehreren Sitzungen der radialen Stoßwellentherapie konnte er seinen Finger wieder vollständig strecken und alltägliche Aufgaben wie das Greifen oder Halten von Gegenständen wieder ohne Einschränkungen ausführen.
Ein weiteres Beispiel ist ein Patient, der an einer frühen Stufe der Bindegewebsverhärtung und Beugekontraktur der Hand (Morbus Dupuytren) litt. Bei diesem Patienten konnte durch den frühzeitigen Einsatz der radialen Stoßwellentherapie das Fortschreiten der Krankheit effektiv verlangsamt werden. Dadurch konnte die Notwendigkeit eines chirurgischen Eingriffs hinausgezögert oder sogar vermieden werden.
Diese Fälle illustrieren, wie die radiale Stoßwellentherapie als Teil der nicht-invasiven Behandlung in der Handchirurgie nicht nur zur Schmerzlinderung beiträgt, sondern auch aktiv die Krankheitsprävention unterstützt und die Funktionalität der Hand verbessert. Sie bietet eine hoffnungsvolle Alternative für Patienten, die nach wirksamen Lösungen für Erkrankungen der Hand suchen, ohne sich invasiven Verfahren unterziehen zu müssen.
Neue Erkenntnisse zur radialen Stoßwellentherapie bei Morbus Dupuytren:
Neuere Studien und Veröffentlichungen, wie die von Karsten Knobloch et al., zeigen das Potenzial der Stoßwellentherapie als nicht-operative Behandlungsoption für Morbus Dupuytren.
Quellen:
- Knobloch K, et al. Efficacy of radial shock wave therapy for Dupuytren’s disease: a systematic review and meta-analysis. J Hand
Erkrankungsstadien der Bindegewebsverhärtung (Beugekontraktur) der Handsehnen
( Morbus Dupuytren):
Die Erkrankung verläuft in drei Phasen:
- Frühe Phase: In dieser Phase treten die ersten Symptome auf, wie z. B. kleine Knoten oder Bindegewbsverhärtungen im Handgelenk oder an den Fingern.
- Mittlere Phase: In dieser Phase nimmt die Verhärtung zu und kann zu einer Einschränkung der Beweglichkeit der Finger führen.
- Späte Phase: In dieser Phase ist die Beweglichkeit der Finger stark eingeschränkt oder sogar aufgehoben.
Anwendungsbereiche der Extrakorporalen Stoßwellentherapie (ESWT):
Neben Morbus Dupuytren wird die extrakorporale Stoßwellentherapie ESWT auch bei anderen Bindegebesverhärtungen der Hand wie dem schnellenden Finger, der systemischen Sklerose und im Rahmen der tertiären Prävention von chronischen Krankheiten eingesetzt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Handchirurgie und unterstützt die manuelle Therapie in der Verbesserung der Beweglichkeit.
Einbeziehung von Heilenden Knochenbrüchen
Die Stoßwellentherapie zeigt auch positive Effekte bei der Heilung von Knochenbrüchen, indem sie die Knochenregeneration fördert und den Heilungsprozess beschleunigt.
Primäre und Tertiäre Prävention
Als Teil der primären Prävention kann die radiale Stoßwellentherapie dazu beitragen, das Fortschreiten von Hand-Erkrankungen zu verhindern. In der tertiären Prävention hilft sie, die Lebensqualität von Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus zu verbessern.
Schmerzbehandlung und Medikamentöse Schmerztherapie
Die Stoßwellentherapie ist eine effektive Methode zur Schmerzbehandlung, die als Alternative oder Ergänzung zur medikamentösen Schmerztherapie genutzt werden kann. Sie ist besonders hilfreich bei der Behandlung von akuten Schmerzen und kann eine invasive Beatmung vermeiden helfen.
Bedeutung für den Nervus Medianus
Die Stoßwellentherapie hat auch positive Auswirkungen auf den Nervus Medianus, insbesondere bei Erkrankungen wie dem Karpaltunnelsyndrom, was zu einer deutlichen Schmerzlinderung führen kann.
Risiken und Nebenwirkungen der Stoßwellentherapie:
Die Stoßwellentherapie ist im Allgemeinen eine sichere Behandlung, aber es können einige Risiken und Nebenwirkungen auftreten, wie z. B.:
- Schmerzen: Bei der Stoßwellentherapie können Schmerzen auftreten, die jedoch in der Regel nach der Behandlung nachlassen.
- Schwellungen: Schwellungen können ebenfalls auftreten, sind aber in der Regel harmlos und verschwinden von selbst.
- Blutergüsse: Blutergüsse können ebenfalls auftreten, sind aber ebenfalls in der Regel harmlos und verschwinden von selbst.
Kostenübernahme und Krankheitsprävention:
Die Kosten für die radiale / fokussierte extrakorporale Stoßwellentherapie ESWT werden von den gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen. Eine individuelle Prüfung der Kostenübernahme ist daher empfehlenswert. Als präventive Maßnahme kann die radiale / fokussierte extrakorporale Stoßwellentherapie ESWT dazu beitragen, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.
Schlussfolgerung:
Die radiale Stoßwellentherapie (ESWT) stellt in der Handchirurgie eine innovative und nicht-invasive Behandlungsmethode dar, die besonders bei Morbus Dupuytren (Beugekontraktur) und anderen Bindegewebsverhärtungen der Hand effektiv zur Schmerzlinderung, Krankheitsprävention und Verbesserung der Beweglichkeit eingesetzt wird. Diese Therapieform bietet eine hoffnungsvolle Alternative für Patienten, die nach wirksamen, sicheren und nicht-invasiven Lösungen für ihre Hand-Erkrankungen suchen, ohne die Risiken und die Erholungszeit, die mit chirurgischen Eingriffen verbunden sind.
Als wichtiger Bestandteil der modernen medizinischen Behandlung spielt die extrakorporale Stoßwellentherapie ESWT eine wesentliche Rolle in der präventiven und rehabilitativen Medizin. Ihre fortschreitende Entwicklung und breitere Anwendung versprechen eine kontinuierliche Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Hand-Erkrankungen. Während weitere Forschung notwendig ist, um die langfristigen Auswirkungen der Stoßwellentherapie, insbesondere bei Morbus Dupuytren, zu bewerten, gilt sie bereits jetzt als eine vielversprechende neue Behandlungsoption für diese spezifische Erkrankung.
Wenn Sie unter Morbus Dupuytren (Beugekontraktur der Hand) oder einer anderen Hand-Erkrankung leiden, ist es ratsam, sich von einem qualifizierten Arzt oder Therapeuten beraten zu lassen, um zu beurteilen, ob die Stoßwellentherapie für Ihre individuelle Situation geeignet ist. Diese Therapie bietet nicht nur Hoffnung auf Schmerzlinderung und verbesserte Beweglichkeit, sondern auch auf eine effektive, patientenfreundliche Behandlungsalternative, die den Weg zu einer besseren Lebensqualität ebnen kann.
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